Anschrift Auenwaldschule

 
„Gesucht, gefunden und gerettet!“

30.06.2014
 

Dieses Motto begleitete uns den heutigen Vormittag über, als es für die Klassen 2a und 2b hieß, die Rettungshundestaffel der THW Ortsgruppe Flensburg in unserem Hause zu begrüßen. In der letzten Woche fingen wir an, im Deutschunterricht die Lektüre „Der Findefuchs“ zu lesen. Neben dem Findefuchs und der Füchsin spielte bisher auch ein Jagdhund eine Rolle. Mit dem Lesen dieses Kapitels wurden auch die Fragen nach dem Körperbau des Hundes oder verschiedenen Hundeberufen thematisiert. Hier konnten die Kinder viel aus den eigenen Erfahrungen und Erlebnissen erzählen. Schnell war klar, dass viele Hunde neben dem Beruf als Familienhund auch noch einen weiteren Hundeberuf ausüben. So konnten viele Kinder berichten, dass ihre Eltern einen Jagdhund führen oder sie diese auch aus ihrem Bekanntenkreis kennen.

Der heutige Tag stand unter dem Motto „Gesucht, gefunden und gerettet!“. Wir durften gemeinsam mit den Hundeführern und natürlich den mitgeführten Hunden in die Arbeit und in den Beruf des Rettungshundes hineinschnuppern. Zunächst ging es im Klassenzimmer los. Das war schon eine spannende Sache, da zwei Klassen und viele Erwachsene in einem großen Stuhlkreis zusammenkommen sollten. Mit ein bisschen Zusammenrücken klappte es aber wunderbar und alle Kinder konnten gut hören und sehen.

Gemeinsam mit Lea wurde erst einmal darüber gesprochen, was einen Hund so besonders macht. „Er kann viel besser sehen, hören und riechen als wir!“, wussten die Kinder zu berichten. Maja durfte gleich einmal zeigen, wie gut ihre Nase riechen kann. Sie wurde nach draußen gebracht, was sie mit einem empörten Bellen kommentierte. Nachdem ein Schüler den Futterdummy im Klassenzimmer versteckt hatte, konnte Maja zeigen, wie gut ihre Nase funktioniert. Schnell war der Dummy gefunden und die Belohnung abgeholt. Auch konnten die Schüler viele wichtige Kommandos benennen, die ein Hund können sollte. „Unser Hund kann die aber noch nicht so gut. Er steht immer wieder auf, wenn wir sagen, dass er liegen bleiben soll.“, so meinte eine Schülerin ganz erstaunt, als die Hunde auf ihren Decken lagen und warteten, dass sie sich uns vorstellen durften.

Der kleine Buddy hatte es allen Kindern angetan und er durfte auch als erster begrüßt werden. Natürlich wurde auch die Hundebegrüßung vorher einmal durchgesprochen. „Ganz wichtig ist, dass ihr dem Hund auf die Nase oder auf die Ohren und nicht in die Augen schaut.“ Schnell machte Buddy die Runde und holte sich bei den Kindern ein Leckerchen nach dem anderen ab. Auch Luna und Ilva drehten ihre Begrüßungsrunde.

Anschließend zeigte Emma uns, was sie alles in ihrem Rucksack mitführte. Viele Gegenstände waren darin, die ein Rettungshund mit seinem Teampartner alle benötigt: Leine, Halsband, Spielzeug, eine Glocke, Leckerchen, eine Flatterbandmarkierung, Blinkys und eine Kopftaschenlampe für den Menschen. Am erstaunlichsten fanden alle Kinder die Seifenblasen, die sie nur als Spielzeug für Kinder kannten. Nach einigen Vermutungen der Kinder klärte Lea auf, wozu diese benötigt werden: „Der Hund kann am besten riechen, wenn er den Geruch mit dem Wind aufnehmen kann. Mit den Seifenblasen können wir die Windrichtung feststellen.“ So einfach kann es manchmal sein.

Nach einer Frühstückspause machten wir uns alle auf den Weg nach draußen, denn dort sollte es weitergehen. Wir schauten uns den Einsatzwagen des THW in Ruhe einmal an, durften Probesitzen und auch das Blaulicht und das Martinshorn konnten wir sehen und hören. Zusammen mit den Hunden gingen wir dann auf die große Wiese hinter der Sporthalle, auf der die Hunde uns ihr Können als Rettungshund zeigen konnten. Zunächst wurden einige Grundkommandos vorgeführt und es war deutlich zu sehen, wie viel Spaß die Tiere an diesen Aufgaben hatten.

Danach waren wir gefragt. „Probiert doch mal aus, wie schnell ihr durch diesen Tunnel krabbeln könnt!“, so forderte Lea uns auf. Schnell entstand eine lange Kinderschlange vor dem aufgebauten Tunnel und alle Schülerinnen und Schüler krabbelten hindurch. Anschließend waren die Hunde dran. Sie schossen wie der Blitz durch den Tunnel, sodass wir sie gar nicht so schnell mit unseren Augen verfolgen konnten. Doch Rettungshunde müssen nicht nur durch Gestrüpp und unwegsames Gelände laufen können, sondern auch über umgefallene Baumstämme springen und so durften wir als Hürdenhalter fungieren und die Hunde sprangen mit Freude über die Hürdenschlange.

Damit auch wir uns wieder ein wenig bewegen konnten, wurde ein Wettrennen zwischen Hund und Auenwaldkindern ausgerufen. Nach zwei Durchgängen war klar, dass wir gegen die Schnelligkeit der Hunde gar keine Chance hatten. Wir waren gerade von der Sporthallenwand losgelaufen, da waren Emma und Luna schon im Ziel angekommen. Aber wir nahmen es sportlich und freuten uns mit den beiden Gewinnern.

All diese Aufgaben müssen Hunde, die als Rettungshunde arbeiten wollen, ausführen können. Wenn diese Übungen funktionieren, kann der Hundehalter Übungen machen, um eine Suche nach einer Person zu trainieren. Dazu gehört zum Beispiel auch das Richtungsanzeigen. Hier müssen die Hunde auf Kommando die richtige Richtung einschlagen. Zusammen mit Emma durften wir dieses einmal ausprobieren und setzten uns neben ein Hütchen, zu dem Emma dann von Lea per Kommando geschickt wurde. Diese Vorübung war faszinierend, denn es fällt teilweise uns Kindern ja noch schwer, links und rechts auseinander zu halten.

Nun sollte es aber an eine Suche gehen. Zusammen mit einem Großen hockten sich immer drei Kinder in einiger Entfernung vom Hund auf den Rasen. Vom Hundeführer losgeschickt, rannten die Rettungshunde auf uns zu und zeigten mit Bellen an, dass sie uns gefunden hatten. „Das war ganz schön laut und ich habe mich ein bisschen erschreckt!“, sagte eine Schülerin nach dieser Übung. Ganz richtig bemerkten einige Kinder, dass der Hund uns ja sehen konnte und es also eigentlich gar keine richtige Suche war. „Dann wollen wir mal eine richtige Suche machen, in der ihr gefunden werden könnt“, meinte Lea und machte sich mit uns auf dem Weg zum Schulhof. „Denn hier haben wir viele gute Versteckmöglichkeiten!“ Wieder mit einem Großen vom THW zusammen durften sich die Kinder in Vierergruppen auf dem Schulhof verstecken und darauf warten, von Luna, Ilva und Maja „gesucht, gefunden und gerettet“ zu werden. Und tatsächlich wurden in kurzer Zeit alle Gruppen gefunden und sicher zu der wartenden und auf das Anzeigen des Hundes lauschenden Großgruppe zurückgebracht.

Nach einer ausgiebigen Fragerunde am Ende des Tages mussten wir unsere vier- und zweibeinigen Besucher schon wieder verabschieden. Es war ein besonders spannender und ereignisreicher Tag, an dem wir viel gelernt haben. So wissen wir nun z.B. wozu der THW eigentlich da ist, was Rettungshunde für einen anstrengenden und sportlichen Beruf haben, wie viele kleine Schritte es braucht, bis ein Hund zu einem Rettungshundeeinsatz gerufen werden kann und auch, wie viel Spaß man zusammen mit dem Hund erleben kann.

Vielen Dank an die Rettungshundestaffel der Ortsgruppe Flensburg des THW, die uns diesen tollen, erlebnisreichen Vormittag bereitet hat! Vielen Dank für so viel ehrenamtliche Arbeit!

MS mit den Auenwaldlern der 2a und 2b

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Letzte Aktualisierung am:
23.07.2015
 
(Alle Angaben ohne Gewähr)


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