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Achtung Auto!

20.04.2016
 

Die Radfahrprüfung für die Viertklässler steht traditionell in der Zeit zwischen Ostern und Sommer auch in der Auenwaldschule an. Im Unterricht werden fleißig alle wichtigen Verkehrsschilder und –regeln gelernt.

Doch das Beherrschen der Regeln allein macht ein Kind noch nicht zum sicheren Fahrradfahrer und Verkehrsteilnehmer, denn im Straßenverkehr sind auch eine ganze Menge anderer Fahrzeuge unterwegs. Autos, Motorräder und LKW teilen sich mit den Kindern auf Fahrrad, Inlinern und Rollern die Straßen und Wege. Um die Kinder noch einmal auf die Gefahren im Straßenverkehr, insbesondere als Fahrradfahrer und Fußgänger aufmerksam zu machen, luden wir den ADAC mit der Aktion „Achtung Auto“ zu uns ein.

Heute kam Herr Albert mit einer Menge „Hütchen“, einer Fahne, Schildern und natürlich einem Auto mit der Aufschrift „Achtung Auto“ zu uns in die Schule. Ein knapp 90-minütiges Programm wartete auf die Kinder, die gespannt waren, was sie erleben sollten.

Zunächst einmal wurde darüber gesprochen, mit welchen Fahrzeugen die Kinder selber unterwegs sind und worauf geachtet werden muss. Anschließend wurde ein Szenario dargestellt: „Du fährst auf dem Weg zu einem Freund an einer Ausfahrt vorbei. Plötzlich kommt ein Auto herausgefahren…was passiert?“ Diese kurze Szene bildete den Anfang der aktiven Phase für die Kinder, die gespickt mit theoretischen Anteilen war. Die erste spontane Antwort der Kinder war natürlich: „Der Autofahrer muss bremsen und ich anhalten.“ Richtig, aber wie lang ist denn so ein Bremsweg eigentlich?

Um diese Frage zu klären, wurden schnell zwei Gruppen gebildet, die sich gegenüber aufstellten. Die eine Gruppe sollte eine abgesteckte Strecke entlanglaufen und an einer Linie mit dem Bremsen beginnen. Der Moment, in dem die Kinder zum Stehen kamen, wurde markiert. Anschließend war die andere Gruppe dran. Auch die Kinder der zweiten Gruppe sollten schnell laufen, doch sie mussten auf eine Fahne achten, die Herr Albert schwenkte. Das Abbremsen durfte erst dann geschehen, wenn die Fahne unten war. Der Bremsweg wurde wesentlich länger, was die Kinder zunächst überraschte, dann aber durch den theoretischen Teil, in dem auch die Beschaffenheit der Straße, die Geschwindigkeit und andere Aspekte besprochen wurden, belegt werden konnte. „Die Reaktionszeit kommt nämlich noch hinzu und dadurch kommt man erst später zum Stehen“, so die Zusammenfassung einer Schülerin.

Nach diesem Selbstversuch wurde das Modell auf die Fahrt mit einem Auto übertragen, denn auch ein Autofahrer hat eine Reaktionszeit, die sich auf den Anhalteweg auswirkt. Die Kinder durften an einer Linie Hütchen aufstellen. Damit markierten sie den Punkt, an dem das Auto ihrer Meinung nach zum Stehen kommt.

Es stellte sich schnell heraus, dass es gar nicht so leicht ist, eine richtige Einschätzung vorzunehmen. Bei einer Geschwindigkeit von 30 km h brauchte das Auto über vier Meter, um zum Stehen zu kommen. Als in der zweiten Runde ein akustisches und visuelles Signal durch die Kinder hinzukam, verlängerte sich der Weg bis zum Stehen um mehrere Meter. Dies beeindruckte die Kinder sehr, zumal alle Einschätzungen verkehrt lagen und das Auto an allen Hütchen vorbei rutschte.

Wie wichtig in einem solchen Moment die Aufmerksamkeit auf den Straßenverkehr ist, konnten die Kinder schnell erkennen. So wurde allen klar, wie gefährlich es ist, beim Fahrrad- oder Inlinerfahren mit dem Handy zu hantieren, denn dann verlängert sich die Reaktionszeit um ein Vielfaches. Auch als Mitfahrer im Auto muss man immer gut aufpassen.

Bevor die Kinder selber eine Fahrt im ADAC-Auto machen durften, wurden noch einmal der Umgang mit Kindersitzen und das Anschnallen im Auto genauestens besprochen. Anschließend durften alle Kinder, die es sich zutrauten, einmal eine Fahrt im Auto mitmachen. Das Besondere an dieser Fahrt war, dass eine Gefahrenbremsung vorgenommen wurde. Hier wurde den Kindern sehr deutlich, wie wichtig der Gurt im Auto ist, denn durch die Geschwindigkeit und das plötzliche Abbremsen wurden alle ziemlich abrupt nach vorne gedrückt.

Als letztes wurden noch einmal die theoretischen Inhalte mit den praktischen Sequenzen in Verbindung gebracht. Mit vorbereiteten Schildern stellten die Kinder eine Formel auf, die sie im Laufe der 90 Minuten erarbeitet hatten: Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg! Diese Formel wird ihnen Dank des erlebnisreichen Vormittages bestimmt nicht so schnell aus dem Gedächtnis fallen.

Wir danken an dieser Stelle Herrn Albert vom ADAC für die tolle Aktion an unserer Schule, unserem Hausmeister, der Feuerwehr und der Polizei aus Böklund für das Absperren des Parkplatzes und die reibungslose Umlenkung des Verkehres, um unseren Kindern die Möglichkeit zu geben, die angebotene Aktion im geschützten Rahmen erleben zu können!

Für alle Viertklässler
MS

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Letzte Aktualisierung am:
22.04.2016
 
(Alle Angaben ohne Gewähr)


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